Info und Gruß zum Jahreswechsel 2019!

Liebe Freunde und Mitglieder des SV Neukirchen 21 e.V.,

ich gebe zu, dass ich mich sehr schwer damit tue, in diesem Jahr ein Grußwort zum Jahresende zu schreiben. Einerseits möchte ich mich nicht wiederholen und anderseits beschäftigen mich tatsächlich in dieser Zeit viele Dinge außerhalb des Sports. Es sind Ereignisse und  gesellschaftliche  Themen  die  mich nachdenklich stimmen und irritieren.   

Themen wie Klimawandel, Unzufriedenheit mit den Lebensumständen trotz 30 Jahre friedlicher Wiedervereinigung,  das scheinbare oder tatsächliche Auseinanderdriften unserer  Gesellschaft und das Zerbröseln der politischen und demokratischen Mitte, gehen uns alle an und sollten tatsächlich neben oder vielleicht auch vor unserem Sport  einen wichtigen Stellenwert haben. Gleichwohl wäre ein aktives stadtgesellschaftliches Engagement, z.B.  in unserem  Verein, ein wichtiger Beitrag mit zu gestalten und gegen die  lauten Schreiern und ewig Besserwissenden  ein Zeichen für Gemeinsinn, Integration und gesellschaftliche Vielfalt zu setzten.

Sollte jemand dem Klimawandel , vielleicht den positiven Aspekt langer schöner Sommer  abgewinnen, so zeigen die letzten beiden Sommer das große Hitze, extreme Ozonwerte  und die Plage der Eichenprozessspinner im Frühsommer, spürbar  negative Auswirkungen auch auf unsere Outdooraktivitäten haben.  Es ist Zeit zum Aufwachen.

Liebe Mitglieder,  ich möchte aber auch einige positiven Entwicklungen im Verein nicht verbergen und ich bin dankbar das wir wieder einen sehr gut funktionierenden Vorstand haben, auch wenn wir Ernst und Udo natürlich vermissen und genug Aufgaben für alle da wären. Die Umsetzung  der Beschlüsse zur Zusammenführung verschiedener Prozesse nimmt viel Raum ein. Neue Themen wie der Kinderschutz in unserem Verein kommen auf uns zu.  Das unser Vereinsheim der Mittelpunkt aller Mitglieder ist und tatsächlich auch wird ist gut und ein wichtiger Schritt. Es lohnt sich die gute Struktur mit Bewirtung und hohen Öffnungszeiten für  Begegnungs- und Feiermöglichkeiten zu stärken und aufrecht zu erhalten. Dies gilt es  zu unterstützen in dem wir die Anlage oft frequentieren, die super Küche von Tatjana genießen  und die Räumlichkeiten auch in den Wintermonaten nutzen. Bitte werdet da  kreativ und aktiv und kommt mit euren Ideen. Ein Verein lebt letztlich von seinem  lebendigen Vereinsleben. Alle sind aufgefordert und eingeladen.

Terrassengestaltung, die Parkplatz und Beleuchtungssituation und die Rampe zu den hinteren Plätzen sind verbessert  und von den Mitgliedern der Tennisabteilung umgesetzt worden. Dank einer Spende  durch die Sparkassenstiftung und der Zustimmung des Vorstandes wir nun auch unsere überbaute Terrasse eine  tolle und ansehnliche Falttürenanlage bekommen und somit den Vorraum dauerhaft attraktiv nutzbar machen.

Noch in diesem Jahr werden wir  Anträge  auf Förderung über das NRW Programm zur Sanierung von Sportstätten in erheblichem Umfang stellen,  um in den nächsten Jahren wesentliche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen  umzusetzten.  Die Umsetzung  wird bei positivem Bescheid nur im Zusammenspiel mit allen Mitgliedern und der Stadt möglich sein.

Zum Schluss möchte ich euch  noch auf das Jahr 2021 einstimmen, in dem der SV Neukirchen sein Einhundertjähriges Bestehen feiern wird. Am Sonntag den 19.01.2019 werden wir uns mit allen Interessierten kreativen Geistern und Organisationstalenten  um 11.00 Uhr im Vereinsheim treffen und Arbeitsgruppen  gründen. Beiträge zur Jubiläumszeitschrift, Werbung, Spendenaquise, Ablauforganisation, Inhalte bieten für alle Möglichkeiten sich gestalterisch zu beteiligen und das „Wir Gefühl“  zu stärken. Angedacht ist eine Festwoche mit Mitmachzirkus für Kinder, Gala, Aufführungen uvm.!  Seit dabei: Ein Highlight in unserer Vereinsgeschichte. Wir freuen uns auf den Auftakt und werden den Anlass auch ein wenig Neujahrsempfangsmäßig gestalten.

Jetzt ist doch einiges an Gedanken und Informationen zusammengekommen.

Vorab aber  grüße ich euch  von Herzen, wünsche euch, euren Partnern, Familien und Freunden eine gute Vorweihnachts- und Adventszeitzeit, schöne gemeinschaftliche Stunden, einen Jahreswechsel mit Dankbarkeit für das abgelaufene Jahr und Zuversicht und schönen  Vorhaben  für das kommende Jahr.

Mögen uns Gesundheit und Frieden begleiten und die Herausforderungen uns nicht überfordern.

Euer Jürgen  Förderer

Tipp zur Gestaltung / aus Hoffnungsorte

Immer diese Endzeitstimmung/ Schluss mit dem Wahnsinn

Weihnachtsfeier mit Kollegen beim Italiener, Nikolausparty im Sportverein, Adventskaffee mit befreundeten paaren, Christkindlmarkt mit  den Jungs oder Mädels: wenn das Jahr mit großen Schritten zu Ende geht, wähnt man sich dem Weltuntergang nahe. Denn die Devise bei all den Treffen lautet: Wir müssen uns in diesem Jahr unbedingt noch mal sehen! Als ob am 31.12. um Mitternacht die Apokalypse auf alle wartet und niemand den Jahreswechsel lebend übersteht. Wie sonst ist es zu erklären, dass sich fast jeder den Terminkalender in den letzten  Wochen  vor Weihnachten so derart vollstopft, dass aus der eigentlich besinnlich gedachten eine völlig überdrehte Zeit wird? Zumal ja auch noch beruflich fünf vor zwölf zu sein scheint, und der Jahresabschluss in vielen Branchen ansteht. Da stellt sich die Frage warum sich viel Menschen auch noch privat in Endzeitstimmung versetzten.

Wohl dem der sich schon zwei Wochen vor dem Heiligen Abend in den Urlaub verabschiedet um dem Irrsinn zu entfliehen. Das sind wohl wenige in dieser komfortablen Lage, aber immer mehr machen aus der Weihnachtsfeier ein Dreikönigen treffen. Denn aus langjähriger Erfahrung weiß eigentlich jeder von uns, dass sich das neue Jahr nach dem Erwachen am 1. Januar noch genauso anfühlt wie das alte (außer vielleicht etwas nebeliger, je nach Sektkonsum am Silvesterabend und dem Ausmaß des Feuerwerks). Und wenn sich die Nebenschwaden gelichtet haben, wird man in der Regel feststellen, dass alles beim Alten geblieben ist und Kollegen, Freunde und Familie noch dieselben sind. Wie schön ist es dann, sich auf ein Glas guten Rotweins mit einem Menschen zu treffen, der dankenswerter Weise nicht auch noch auf einem völlig überteuerten und überzuckerten Glühwein vor Weihnachten bestanden hat. Ein wahrer Held des Alltags. Oder sich mit Freunden zu einem winterlichen Sparziergang zu verabreden die nicht  auf dem alljährlichen Ritual des Weihnachtsmarkbesuches,  in irgendeinem Einkaufszentrum gepocht haben. Wie weise.

Lasst uns deshalb in der Weihnachtszeit froh, aber weniger munter sein! Das wäre doch ein echt gelungener (neu-) Start ins kommende Jahr.

Denn  wie wusste schon Hermann Hesse: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.

 Nach Eva Heidenfelder